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Zum Einstieg in den Rudersport bieten wir 2021 Schnupperkurse für Erwachsene.

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Rudern - Entdeckerkurs für Erwachsene

Anfängerkurs
Anfängerkurs

Wir bieten einen Ruderkurs für Erwachsene an, die mit dem Rudern beginnen möchten oder einfach einmal ausprobieren wollen, wie es sich anfühlt, in einem Ruderboot zu rudern. In diesen Kursen steht das Erlernen der Rudertechnik im Vordergrund, so dass keine besonderen Anforderungen an Kraft oder Kondition gestellt werden.
Den Juni-Kurs 2017 begleitete BNN-Redakteurin Kirsten Etzold - und beschreibt hier ihre Eindrücke.


Ruderkurse 2021

Die Kurse werden als Wochenendkurse durchgeführt und beginnen am Freitagnachmittag mit einem Treffen um 17:00 Uhr am Bootshaus. Nach einer kurzen Erklärung der Bootstechnik und der wichtigsten Handgriffe, geht es dann zu einer ersten Lerneinheit aufs Wasser.
Am Samstag wird morgens um 10:00 Uhr und nachmittags etwa gegen 14:00 Uhr jeweils eine Einheit durchgeführt.
Am Sonntagmorgen um 10:00 Uhr folgt dann die letzte Einheit. Anschließend wird ein Termin für die fünfte Einheit vereinbart. Dieser Termin wird zu einem der Breitenspottermine montags oder mittwochs stattfinden.

Für Samstagmittag ist ein gemeinsames Mittagessen im Verein geplant (Kostenbeteiligung 5 € bis 10 €).

Bitte normale Sportbekleidung mitbringen und bei starker Sonne an Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung denken.

 Teilnahmebedingungen zum Anfängerkurs
  • Termine
    16. -18. April 2021 (zur Anmeldung)
    07. -09. Mai 2021 (zur Anmeldung)
    11. -13. Juni 2021 (zur Anmeldung)

    Sollten die Kurse bereits ausgebucht sein, senden Sie bitte eine E-mail an Stephan Leschka. Wir nehmen Sie gerne auf die Warteliste und informieren Sie umgehend, sobald wieder Plätze verfügbar sind. Geben Sie bitte an, welche Termine für Sie in Frage kommen.

  • Kosten
    Die Kursgebühr für den gesamten Kurs beträgt 80 €. Da es wegen Corona noch nicht ganz sicher ist, ob die Kurse stattfinden können, überweisen Sie den Kursbeitrag bitte erst in der dritten oder vierten Woche vor dem Kurs. Dies verringert den Aufwand für die Rückabwicklung, falls wir den Kurs noch absagen müssen. Die Zahlungsinformationen erhalten Sie bei der Anmeldung.
    Bei einer späteren Mitgliedschaft verringert sich die Aufnahmegebühr von 50 € auf 25 €.

 

16.04.2021 
Stephan Leschka
Stephan Leschka
Trainer Anfängerausbildung
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RUDER-TEAM Karlsruhe trägt neongrün-schwarz!

Produkte jetzt im Shop erhältlich
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Wikinger-Bo(o)te Oktober
10.11.2020
Impressionen und einen Bericht aus einem ereignisreichen und lehrreichen Trainingslager findet ihr hier
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Nachwuchsabteilung des KRV ist „alwa ist leben“-Preisträger!

Während im letzten Jahr beim „alwa ist leben“-Preis musikalische Nachwuchskünstler unterstützt wurden, steht der Preis 2020 unter dem Motto „Leben ist Bewegung“. Mit dem #gemeinsaminszielmitalwa will die alwa-Stiftung Sportjugendgruppen und den Nachwuchsabteilungen in Sportvereinen eine Möglichkeit der Unterstützung bieten, bei der am Ende 30.000,- Preisgelder zur Realisierung von Jugendprojekten vergeben werden.
Durch eine spontane Initiative von Hannes Blank zur Förderung der Umsetzung des Ländervergleichskampfes 2021 in Karlsruhe wurde das JuniorenTEAM als Repräsentant und Akteur in der Bewerbung, welche sowohl schriftlich als auch in Videoform einschließlich einer Kunstturneinlage abgeschickt wurde, ausgewählt.
„Nicht nur Leben ist Bewegung sondern Wasser ist Leben“ schrieb Hannes Blank in der Bewerbung und machte mit einer mitreißenden Ausführung über das Austragungsvorhaben des LVK 2021 beim KRV Wiking deutlich, welche Bedeutung der Wettkampf sowohl für die Nachwuchsruderer als auch für die gesamte Süddeutsche Nachwuchsarbeit im Rudersport besitzt.
Die jungen Sportlerinnen und Sportler machten ihre Sache ebenfalls hervorragend und das Projekt bekam die entsprechende Aufmerksamkeit: Als Preisträger in der zweiten Preiskategorie gewann die Nachwuchsabteilung den „alwa ist leben“-Preis, welcher auf 750,- dotiert ist!
Eine Überraschung für alle Beteiligten und ein großartiges Zeichen seitens der alwa-Stiftung für die sportliche Nachwuchsarbeit!
Der KRV bedankt sich bei alwa für das Engagement und die Wertschätzung der geleisteten Arbeit und beglückwünscht die „alwa ist leben“-Preisträger 2020!

Text: Maximilian Pawlik
Bilder: Alwa, meinruderbild.de, KRV
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Nachwuchsabteilung des KRV ist „alwa ist leben“-Preisträger!

Während im letzten Jahr beim „alwa ist leben“-Preis musikalische Nachwuchskünstler unterstützt wurden, steht der Preis 2020 unter dem Motto „Leben ist Bewegung“. Mit dem #gemeinsaminszielmitalwa will die alwa-Stiftung Sportjugendgruppen und den Nachwuchsabteilungen in Sportvereinen eine Möglichkeit der Unterstützung bieten, bei der am Ende 30.000,- Preisgelder zur Realisierung von Jugendprojekten vergeben werden.
Durch eine spontane Initiative von Hannes Blank zur Förderung der Umsetzung des Ländervergleichskampfes 2021 in Karlsruhe wurde das JuniorenTEAM als Repräsentant und Akteur in der Bewerbung, welche sowohl schriftlich als auch in Videoform einschließlich einer Kunstturneinlage abgeschickt wurde, ausgewählt.
„Nicht nur Leben ist Bewegung sondern Wasser ist Leben“ schrieb Hannes Blank in der Bewerbung und machte mit einer mitreißenden Ausführung über das Austragungsvorhaben des LVK 2021 beim KRV Wiking deutlich, welche Bedeutung der Wettkampf sowohl für die Nachwuchsruderer als auch für die gesamte Süddeutsche Nachwuchsarbeit im Rudersport besitzt.
Die jungen Sportlerinnen und Sportler machten ihre Sache ebenfalls hervorragend und das Projekt bekam die entsprechende Aufmerksamkeit: Als Preisträger in der zweiten Preiskategorie gewann die Nachwuchsabteilung den „alwa ist leben“-Preis, welcher auf 750,- dotiert ist!
Eine Überraschung für alle Beteiligten und ein großartiges Zeichen seitens der alwa-Stiftung für die sportliche Nachwuchsarbeit!
Der KRV bedankt sich bei alwa für das Engagement und die Wertschätzung der geleisteten Arbeit und beglückwünscht die „alwa ist leben“-Preisträger 2020!

Text: Maximilian Pawlik
Bilder: Alwa, meinruderbild.de, KRV
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Bericht zur Rad- und Ruder-Tour nach Raststatt
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Rad- und Rudertour nach Rastatt

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Mitte Oktober machten wir zum Abschluss der diesjährigen Wanderrudersaison nochmal einen Tagesausflug. Ursprünglich war eine Fahrt nach Speyer geplant, aber wir entschlossen uns dann kurzfristig für die kürzere Tour, unter anderem weil wir ja speziell auch Ruderneulinge ansprechen wollten.
Also machten wir dann etwas ganz Unspektakuläres, mit dem Fahrrad an den Goldkanal zum RC Rastatt und von dort dann mit dem Boot wieder zurück auf dem Rhein.
Und siehe da, nachdem wir die Änderung bekannt gaben, meldetet sich auch gleich nochmal 6 Leute an. Mit von der Partie waren dann neben 9 Wikingern auch noch Patrick, Rebekka und Volker von der Alemannia und Isolde vom RCR. Es war also schon fast eine Gemeinschaftsfahrt, unter Freunden.
Es sollte eine gemütliche Tour werden, so hatte ich es angekündigt. „Spazieren rudern“ wurde es bei uns von einem der „ambitionierten Ruderer“ scherzhaft genannt. Aber die Teilnehmer nahmen das durchaus gerne an. Das zeigte sich schon bei der Radtour zum Goldkanal, da radelte ich den meisten nämlich doch etwas zu flott.
Ganz gemütlich legten wir dann auch vom Bootssteg ab und nachdem wir den Goldkanal in Richtung Rhein verlassen haben, pullten wir erst ein Stück den Rhein hoch – bzw. ließen pullen… Ja, ja, ich habe den Zweier gesteuert…!
Die beiden Vierer wurden von Patrick und Johannes gesteuert. Es sollten ja auch die Neuen mal die Strömung des Rheines kennen lernen. Wir „alten Hasen“ kennen sie ja schon. Ich bin ja schon mit dem Einer hoch „gedonnert“, damals…
Und die anderen beiden Hasen sind ja noch gar nicht so arg „alt“! Gut, nach 300 Metern drehten wir bei, Patricks Boot schaffte sogar 500 Meter, aber das sollte man glaube ich lieber verschweigen, oder?
Nächstes „Event“ auf der Fahrt war dann der Illinger Altrhein. Für Isolde vom RCR war das ja ein Heimspiel. „Spielerisch“, da war sie sich sicher, kann man da bei einem Wasserstand von 4,80 Meter, Pegel Maxau reinrudern. Ich dachte nicht mehr daran, dass wir eigentlich irgendwann mal festgestellt hatten, dass es unterhalb der 5 Meter Marke eng wird.
Wir mit dem Zweier kamen gut rein. Wir merkten zwar, dass die „Handbreit“ Wasser unter dem Kiel höchstens die Größe einer Kinderhand war, aber wir kamen ohne Grundberührung durch. Patricks Boot, in dem auch unsere „Lotsin“ Isolde saß wollte uns wohl unbedingt noch überholen und „Knaaaartz“ da schrammte das Boot auch schon in den Kies. Nichts zu machen, sie mussten raus, anders kamen sie nicht mehr flott. Sie waren gerade dabei, auszusteigen, da rumpelte es auch auf der anderen Seite. Johannes hatte seinen Vierer in die Wackersteine gesteuert! Auch hier hieß es: Aussteigen!
Peinlich! Oder?
Tja, ich kann mir nun gut vorstellen, wie sich beim Lesen dieser Zeilen die Haare zu Berg stellen, bei unserer Werkstattmeisterin – nur gut, dass sie nicht dabei war!
Ja, das war nun die bange Frage, haben die Boote Schaden genommen? Wasser kam jedenfalls keines rein, als sie wieder schwammen.
Nun waren wir halt schon mal drin im Altrhein, also setzten wir die Fahrt fort, wie geplant. Doch irgendwann mussten wir ja auch wieder raus! Wir mit dem Zweier waren ausnahmsweise mal weit voraus. Doch wir mussten an der Ausfahrt warten, denn es war gerade reger Schiffsverkehr. Als es mal eine größere Lücke gab, zwischen den Schiffen gab ich das Kommando zum Losrudern, doch wir hatten zu wenig Fahrt und die Strömung drückte uns zur Seite weg, also saßen auch wir auf. (Wenn Ingrid blond wäre, würde sie beim Lesen nun wahrscheinlich aussehen wie das Matterhorn…)
Wir mussten aber nicht aus dem Boot raus, ich konnte uns mit dem Enterhaken frei stemmen.
Ob die anderen beiden Boote nochmal Probleme hatten, konnten wir nicht mehr sehen, aber es dauerte jedenfalls bis zur Hafeneinfahrt, bis sie uns wieder einholten.
Ja, wie gesagt, der Zweier, den ich steuerte war mit Abstand am schwächsten besetzt, was auch darin begründet war, dass ich kurzfristig von Dreier auf Zweier reduzieren musste und somit ein Mann fehlte. Große Anerkennung an Frank, der wirklich ganze Arbeit leisten musste, um uns zu ziehen. Für Lisa, die mit im Boot war, war es die erste längere Fahrt, sie hat erst im Sommer mit dem Rudern angefangen. Und ich saß ja sozusagen als „Pflicht-Ballast“ auf dem Steuersitz, wegen der Wettbewerbsverzerrung…
Bei uns am Bootshaus stellten wir dann zur großen Erleichterung fest, dass keines der Boot einen ernsthaften Schaden hat.
Aber es ist mir klar, diese Aktion war überflüssig! Ich hätte als Fahrtenleiter die Einfahrt in den Altrhein bei dem knappen Wasserstand absagen müssen. Aber ich dachte nicht mehr dran, dass man eigentlich 5 Meter Pegelstand braucht, um sicher rein zu kommen. Als ich merkte, dass es verdammt knapp ist, konnte ich es nicht mehr verhindern. Glück gehabt, es ist nichts passiert. Aber ich nehme das auf meine Kappe, das hätte nicht sein brauchen!
Es bleibt das ungute, peinliche Gefühl, auf solch einer einfachen Fahrt durch Leichtsinn alle 3 Boote in Gefahr gebracht zu haben.
Das mit den 4,80 Meter geistert aber auch bei uns im Verein oft rum, auch was das Überfahren der Buhnen betrifft. Aber es reicht einfach nicht, 5 Meter ist der Grenzwert. Es wird mir nicht nochmal passieren!

Text: Bernd Attner
Bild: KRV
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Was unsere Juniorinnen und Junioren, sowie unsere Masters nach Warschau verschlug, lest ihr hier
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Wie die Wanderfahrt der Breitensportgruppe am Bodensee verlief, lest ihr hier
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Tosender Ruderspaß in Radolfzell oder „Schöpf-Schöpf-Hurra“

Am 5. September 2020 fuhren fünf Ruderer vom KRV nach Radolfzell, um eine eher entspannte Tagesfahrt auf dem Bodensee zu unternehmen, die auch für weniger geübte Ruderer geeignet sein sollte. Das war sozusagen eine „Kurzfassung“ der ursprünglich geplanten mehrtägigen Fahrt, die im Mai aus bekannten Gründen leider nicht stattfinden konnte.
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Es stand auch schönes sonniges Wetter in Aussicht, mit angenehmen Temperaturen um die 25 °C. Die einzige weniger erfahrene Mitruderin war Milena, die sich ganz kurzfristig noch ein paar Tage vorher anmeldete. Heide und Bernd sind ja „Ur-Wikinger“, Johannes ist auch schon viele Jahre dabei und Frank hat am Bodensee das Rudern gelernt, das ist auch schon etwas länger her. So gesehen hatten wir locker über 100 Jahre Rudererfahrung im Boot.
Die Ruderkameraden vom Bodensee gaben uns beim Ablegen noch den Hinweis, dass auf dem Obersee, außerhalb von Konstanz, Wind bis Stärke 2-3 gemeldet ist. Aber unser Ziel war der Neptun in Konstanz, auf den Obersee zu rudern hatten wir gar nicht geplant. Und auf dem Untersee bei Radolfzell war beim Ablegen das Wasser spiegelglatt. Beste Ruderbedingungen. Die „Neue“ durfte sich auch gleich mal im Steuern üben, irgendwann muss man ja mal damit anfangen.
Fröhlich und guter Dinge ruderten wir also los, das Boot hatte Luftkästen unter den Rollsitzen, für alle Fälle hatten wir auch die Rettungswesten dabei, naja, eigentlich nur, weil’s halt Vorschrift ist. Bug- und Heckabdeckung hielten auch die Radolfzeller nicht für notwendig. Immerhin, ein Schöpfbecher war im Boot. Wofür bloß? Einzig Frank sagte noch „das kann sich schnell ändern mit dem Wind!“. Wie recht er doch hatte!
Kaum hatten wir den Bereich der Mettnau verlassen, da fegte er, der Wind, auch schon wie durch eine Düse gepresst von Westen aus dem Seitenarm auf der gegenüberliegenden Seite, aus Richtung Stein am Rhein. Und schon bevor wir die Reichenau erreichten, wurde uns klar, wofür der Schöpfbecher im Boot gedacht war…
Und damit wir es nicht so schnell wieder vergessen, durften wir die Schöpfaktionen von nun an etwa alle 200 bis 300 Meter wiederholen. Man kann sich ja gut vorstellen, dass wir auf diese Weise nicht so sehr vorwärts kamen. So schaukelten wir im Schöpf-Rhythmus am Ufer der Reichenau entlang, um vielleicht eine etwas windgeschützte Bucht zum Pause machen zu finden.
„Nein Leute, so macht das keinen Sinn!“ Fahrtenleiter Bernd zog den Abbruch der Tour in Erwägung. „Wir umrunden die Reichenau, fahren durch den Durchlass auf der Rückseite und rudern dann auf dem Gnadensee noch etwas Richtung Markelfingen. Da ist es etwas windgeschützter und wir kommen auch auf 30 Kilometer“. Es waren alle einverstanden. Kurz vor dem Durchlass fanden wir dann auch die gesuchte Bucht und wir machten unsere Pause, auch zum Steuermann-Wechsel.
Hier war es gar nicht so windig und Richtung Konstanz sah es auch ganz gut aus, ist ja größtenteils auch Flachwasser. Es haben gar nicht alle mitbekommen, dass der Entschluss die Tour abzubrechen gekippt ist und sie schauten sich etwas verwundert an, als Bernd das Boot nun doch in Richtung Konstanz steuerte.
Und das war im Nachhinein auch gut so, denn von nun an hatten wir ganz tolle Ruderverhältnisse, nur noch moderater Wind und die Wellen waren nicht mehr der Erwähnung wert. Ganz bis zum Neptun ruderten wir nicht, sondern wendeten ein paar hundert Meter vorher. Auch die Rückfahrt zur Reichenau war dann ganz super entspannt und machte richtig Spaß. Die enge Durchfahrt unter der Brücke hinter der Reichenau war auch kein Problem und danach stand der nächste Steuermannwechsel an, Heide durfte nun ran.
So lange wir noch im Schutz der Reichenau ruderten, war es auch ganz ruhig zu rudern, doch lange währte diese Ruhe nicht mehr. Dann fegte der Wind wieder zwischen Reichenau und Mettnau hindurch und wir durften diesen Becher wieder benutzen, zum Wasserschöpfen aus dem Boot.
Wir ruderten von nun an mehr im Zickzack in mehr oder weniger großen Schlangenlinien und hatten reichlich Gelegenheit, das fröhliche „Schöpf-Schöpf-Hurra“ zu zelebrieren. Dabei trieben wir auch jedes Mal wieder ein Stück zurück, oder in Richtung Uferbefestigungen, Motoryachten etc. Heide musste uns auch das ein oder andere Mal auffordern, das fröhliche Schöpfen abzubrechen, obwohl wir noch gar nicht fertig waren. Aber es erschien ihr doch wichtiger, erst mal zu rudern, bevor uns der Wind irgendwo dagegen bläst. Wir „dümpelten“ mehr, als dass wir ruderten, oder besser, wir trieben „ziellos“ umher, noch besser, nur der Wind kannte unser Ziel!
„Kann ich wieder steuern?“ fragte Milena. „Ach das lohnt sich doch nicht mehr, wir sind doch bald da“, antwortete Heide. „Wie lange brauchen wir denn noch?“ fragte Milena. „Bei den Verhältnissen schon noch mindestens eine Stunde. Wir kommen ja kaum vorwärts“, antwortete Bernd. „Nein, eine Stunde kann ich nicht mehr rudern“, bekräftigte Milena nochmal ihren Wunsch. Wie gesagt, es war ihre erste Fahrt und sie rudert auch erst ein paar Monate. Also stand der nächste Steuerwechsel an.
 
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Von jetzt an war unser Ziel, den Gnadensee zu queren um die Spitze der Mettnau zu erreichen. Mit Annäherung an die Halbinsel klappte das im Lee der Mettnau auch ganz gut. Doch dann kamen wir wieder auf die Luvseite, um die letzten drei Kilometer bis zum Bootshaus zu rudern und da standen Wind und Wellen wieder mit Macht gegen uns. Wir werden bestimmt nicht vergessen, welchen Sinn der Becher im Boot hat. Der Rhythmus lag nun in etwa bei 100 Metern.
Am Steg warteten dann schon einige Ruderer aus Radolfzell auf uns, sie hatten unsere Schöpfaktionen ja beobachtet.
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Reichlich durchnässt waren wir dann, doch freuten wir uns trotzdem auf eine warme Dusche, denn wirklich warm empfanden wir die gut 25 °C nun nicht mehr.
Richtig schön zu rudern waren die ersten paar Kilometer nach dem Ablegen und dann das Stück zwischen Reichenau und Konstanz, es wäre schade gewesen, wenn wir da an der Reichenau abgebrochen hätten. Der Rest war eine Erfahrung mehr.
Und Milena weiß nun auch, dass man auf einer Wanderfahrt nicht mit der Kleidung, inclusive Schuhe rudern sollte, mit der man anreist und auch wieder abreisen möchte. Man kann halt schon mal nass werden beim Rudern.
Interessant war noch die Bemerkung, dass es (nur!) auf der Strecke, die Bernd steuerte nur unbedeutende Wellen gab…
Unter Berücksichtigung der Schleife über den Gnadensee und aller Kurven, die wir gerudert und getrieben sind waren es rund 40 Kilometer, das war jedenfalls die Schätzung der einheimischen Ruderer in Radolfzell.

Text: Bernd Attner
Bilder: KRV