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17.08.2021

Bericht zur Wanderfahrt der Jugend 2021

 

Am Sonntag, dem 1. August, startete die Wanderfahrt für 17 Sportler:innen, wobei einmal Konstanzer Unterstützung miteinberechnet ist, und die vier Betreuer, Tim, Christian, Manuel und Isabel. Wie schon im Vorjahr, wurde erst zwei Nächte in Karlsruhe geschlafen, bevor ferner gelegene Gewässer unsicher gemacht wurden. Auf dem Programmplan für den erste Tag in Karlsruhe stand der Kletterpark in Kandel, wo es gemeinsam mit dem Rad und anfänglichem Regen hinging. Trotz des Wetters und der langen, weniger interessanten Einführung war es ein sehr gut gelungener Ausflug, der mit anschließendem Grillen am Verein sein Ende fand.

Am nächsten Tag wurden gleich wieder die Räder in die Hand genommen und gemeinsam ging es nach Ettlingen, wo ein großer Teil erstmal dortblieb, um Eis zu essen und dann gemütlich wieder zurückzuradeln. Für den kleineren Teil mit Rennrädern ging die Radtour mit angezogenem Tempo direkt weiter, um auch noch jede Menge Höhenmeter und Strecke mitzunehmen. Die schöne Landschaft konnte man aufgrund der Anstrengung gar nicht richtig aufnehmen und als es dann mit hohen Geschwindigkeiten den Berg wieder runter ging, wurden die Sportler von hagelartigem Platzregen getroffen, von dem die Eis essende Gruppe am Verein überhaupt nichts mitbekam.
Wieder gemeinsam und nach einer kleinen Stärkung kam es zum zweiten Programmpunkt des Tages. Ein Tischtennis- und Tischkicker-Turnier. Dabei wurde in 2er Teams angetreten und das Team mit Lars und Sophia durfte sich durch ihren Sieg über Seife als Gewinn freuen. Später am Abend fand dann auch noch PowerPoint-Karaoke statt, bei welchem es darum geht das Thema, welches auf den Folien zusammengefasst ist, mit möglichst großer Überzeugung rüberzubringen. Dabei kam es zu sehr unterhaltsamen Vorträgen und Fragerunden, und am Ende freuten sich Luzia und Ella nach einem packenden Finale auf Englisch, nicht mehr auf Deutsch, gegen Rebecca und Lena ebenfalls über Seife.

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Am Dienstag wurde Karlsruhe schließlich per Bus mitsamt Hänger bzw. Zug verlassen und zur Saar gefahren. In Wölferdingen angekommen, ging es nach anfänglichen Wetterproblemen endlich in vier gesteuerten Gig-Vierern weiter nach Saarbrücken. Schon bei der ersten Schleuse nach nur 3 km wurde die Fahrt vorübergehend unterbrochen. Statt durch die Schleuse hieß es nach langem hin und her drumherum. Grund dafür sind andere Regeln, die für diese französische Schleuse gelten und denen wir nicht gerecht werden konnten. Also wurden die frischeingesetzten Boote rausgehoben, über Kopf eine Steiltreppe hinunter transportiert und schließlich wieder eingesetzt. Nicht dass dies schon unangenehm genug gewesen wäre, fing es zusätzlich noch an zu gewittern. Ohne Ende des Regens in Sicht, aber ohne Gewitter, wurde triefend nass weitergerudert. Bei der zweiten Schleuse hatte das Wetter zur Freude aller Erbarmen und der Regen hörte auf. Dennoch waren alle sehr glücklich beim ersten Gastverein angekommen zu sein und warm duschen zu können.

Der nächste Tag zeigte sich mit sehr gutem Wetter und so starteten die 4 Ruderboote auf zu ihrer fast längsten Etappe mit wieder mit sehr schöner Landschafft und einigen Schleusen. Nach der Ankunft am Nachmittag in Saarlouis suchten ein paar Sportler*innen Abkühlung in der Saar und gemeinsam ließen alle den Abend draußen am Steg mit ein paar Runden Werwolf und beim gemütlich Filmschauen ausklingen.
Am Donnerstag stand die längste Etappe mit über 31km von Saarlouis nach Mettlach an. Auf der fast spiegelglatten Saar mit Sonnenschein und motivierender Musik ging auch diese Distanz schnell vorbei. Doch noch vor der letzten Schleuse musste ein Boot auf einen Ruderplatz verzichten, da ein Skull nach einem Krebs angebrochen war und schlussendlich ganz durchbrach. Zum Glück kein großes Hindernis für die Wanderfahrt, weil man vorsorglich schon ein Ersatzpaar an Skulls eingepackt hatte.
Abwechslung zum Ruderprogramm brachte der Freitag. Hier betrachtete man die Saar nicht vom Ruderboot aus, sondern von einem Aussichtspunkt, nach einer Wanderung. Hoch vom Berg aus hatte man einen großartigen Blick auf die Saarschleife und einen Teil des bisher geruderten Wegs hat. Erschöpft nach der 5h Wanderung mit ausreichend Höhenmetern wurde der letzte Abend der Wanderfahrt in Mettlach mit mehreren Runden Herzblatt, Verstecken im Dunkeln und Stockbrot beim Lagerfeuer genossen, bevor es das letzte Mal "Gute Nacht" hieß.

Der letzte Tag startete stressig, alles musste vorbereitet gepackt und geputzt werden. Die letzten Sachen wurden in den Bus und in die Boote gepackt. Auf ging es zur letzten Etappe über 20km, die mit wechselndem Wetter begleitet wurden. Am Steg in Saarburg angekommen dauerte es keine Stunde bis die Boote geriggert, der Hänger geladen und alle zum Abfahren bereit waren. Wieder in Karlsruhe wurden die Boote geputzt, geriggert und das letzte Mal für diese Wanderfahrt zusammen gegessen. Nach und nach gingen die Sportler nach Hause, müde und erschöpft, ein bisschen traurig, dass es wieder vorbei ist, aber mit Vorfreude auf das nächste Jahr. Wir wollen uns bei Tim, der die Wanderfahrt ein weiteres Mal super organisiert hat, bei Christian, für die unterhaltsame Avo Kaffeefilter Werbung, sowie bei Manuel und Isabel bedanken mit einem dreifachen Hip Hip Hurra!

Text: Ella Knispel, Moritz
Bilder: Tim Hotfilter