© KRV-Wiking
15.07.2021

Starker Auftritt für das Karlsruher Hochschulsportteam auf dem Elfrather See
 

Mit 23 Sportler:innen ging es für das Hochschulruderteam der Wettkampfgemeinschaft Karlsruhe (WG Karlsruhe) am 10. und 11. Juli 2021 zu den Deutschen Hochschulmeisterschaften im Rudern (DHM) auf den Elfrather See in Krefeld. „Ich bin mit dem Wochenende und den Ergebnissen sehr zufrieden. Besonders wichtig für mich ist es, dass wir die Siegesserie als beste Ruder-Uni Deutschlands fortsetzen konnten“, sagt Trainer Adrian Elter nach dem Wochenende, „den Männer-Achter wieder zu gewinnen und Aachen zu schlagen war dabei ein wichtiges Highlight.“

Bei sonnigem Wetter und milden Temperaturen ging es am Samstag mit dem Frauen Vierer ohne los. In einem super knappen Endspurt gewann der Frauen-Vierer ohne (SF 4-) mit Lisa Merz, Nina Öhlckers, Barbara Thiele und Victoria Karl (Schlag) mit sechs Hundertsteln Vorsprung vor dem Boot aus Potsdam den ersten Hochschulmeister-Titel an diesem Wochenende. Mit dem Sieg qualifiziert sich die Mannschaft für die Europäischen Hochschulmeisterschaften (EUC) 2023 im polnischen Bydgoszcz.
 

Im zweiten Finale an diesem Tag sicherten sich der Männer-Doppelvierer mit Adrian Mengedoht, Marvin Rüdt, Lars von Deyn und Philip Thein (Schlag) den dritten Platz. Das zweite Karlsruher Boot in diesem Rennen, ein leichter Männer-Doppelvierer mit Florian Babel, Johann Fox, Lukas Kucharek und Ufuk Günes (Schlag), schied im Vorlauf aus und musste sich der stärkeren Konkurrenz geschlagen geben.Den Tagesabschluss bildete am Samstag der Männer-Achter. Mit den Erzrivalen aus Aachen auf der Nebenbahn startete der Karlsruher Männer-Achter auf die 1.000-Meter Strecke. Schon am Start erruderte sich die Mannschaft mit Raphael Mühlpfort, Marvin Rüdt, Martin Kansy, Jonas Fitz, Johann Fox, Lars von Deyn, Adrian Seiler, Rupert Pretzler (Schlag) und Steuerfrau Esther Linner einen leichten Vorsprung. Diesen bauten sie auf der restlichen Strecke aus und gewannen mit einer halben Länge Vorsprung nicht nur den zweiten Hochschulmeister-Titel, sondern sicherten sich ebenfalls die Qualifikation für die EUC 2023.

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Die Finale am Sonntag leitete die Mannschaft im Mixed-Achter mit Luise Münch, Luise Möller, Lisa Merz, Jonas Fitz, Adrian Seiler, Raphael Mühlpfort, Rupert Pretzler, Nina Öhlckers (Schlag) und Steuerfrau Esther Linner ein. In einem Rennen ohne Gegenmeldung fuhr die Mannschaft die Strecke hinunter. Der Frauen-Achter mit Luise Möller, Luise Münch, Frederike Münch, Aileen Vögeli, Lisa Merz, Nina Öhlckers, Barbara Thiele, Victoria Karl (Schlag) und Steuerfrau Esther Linner tat es ihnen später am Tag gleich – damit lösten beide Karlsruher Achter das Ticket für die EUC 2023. „Das ist schon ein Traum, mit zwei Achter-Mannschaften 2023 nach Polen fahren zu können. Gerade für die ganze Mannschaft ist so ein Event immer besonders inspirierend, besonders weil die Qualifikation in der Königsbootsklasse stattgefunden hat“, schwärmt Coach Adrian Elter.

Der Frauen-Zweier ohne mit Barbara Thiele und Victoria Karl (Schlag) sorgte für eine weitere Überraschung im Frauen-Riemen-Bereich an diesem Wochenende. In einem drei-Boote-Feld traten die beiden Karlsruherinnen stark auf und gewannen sehr deutlich gegen ihre Konkurrenz. Damit ist auch diese Bootsklasse für die EUC 2023 qualifiziert.

Das zweite Mixed-Rennen an diesem Tag bestritten Frederike Münch, Aileen Vögeli, Martin Kansy und Johann Fox (Schlag) im Mixed-Doppelvierer. In einem engen Rennen sicherte sich die Mannschaft trotz starkem Endspurt nur Platz drei – eine knappe halbe Bootslänge hinter dem Siegerboot aus Erlangen-Nürnberg.

Mit zwei Meldungen startete die WG Karlsruhe im Männer-Doppelzweier. Adrian Mengedoht und Philip Thein (Schlag) konnten sich in einem knappen Zieleinlauf Platz zwei sichern, für Martin Kansy und Lars von Deyn (Schlag) reichte es nur für Platz vier.
 

In dem wohl am stärksten umkämpften Feld an diesem Wochenende, dem Männer-Vierer ohne, gelang es der Mannschaft mit Raphael Mühlpfort, Marvin Rüdt, Adrian Seiler und Schlagmann Rupert Pretzler den zweiten Platz über die Ziellinie zu verteidigen. „Wir sind mit dem Rennen sehr zufrieden, das Training der letzten Wochen hat sich ausgezahlt“, sagte dazu Adrian Elter, „wir haben einen guten Zwischenstand abrufen können, wo wir nach zwei Jahren ohne Rennen eigentlich stehen. Damit lässt sich jetzt gut arbeiten.“

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass fünf erste Plätze, zweimal Silber und zweimal Bronze ein sehr gutes Ergebnis für das Team rund um Trainer Adrian Elter ist. Damit gewinnt das Team den Hochschulpokal, die Gesamtwertung in den Meisterschaftsrennen, zum fünften Mal in Folge ungeschlagen und mit großem Abstand auf die Zweitplatzierten. Das zeigt wieder einmal die Qualität der Karlsruher im Hochschulruder-Wettkampfbereich. Denn die Mannschaft war nicht nur auf der DHM erfolgreich, sechs Meldungen auf den Deutschen Großbootmeisterschaften (DGBM), die parallel an diesem Wochenende stattfand, bescherten der Mannschaft ebenfalls zwei Medaillen – einen zweiten Platz im Männer-Doppelzweier und einen Deutschen Meistertitel für den Frauen-Vierer ohne.

 

Text: Johann Fox

Fotos: Linda Möhlendick