© KRV-Wiking
06.06.2021


"Achtung, los!" hieß es auch auf der ersten deutschen Ruderregatta des Jahres in Ratzeburg am ersten Juni Wochenende.

Wer aber von einem normalen Wettkampf ausgeht, hat weit gefehlt. Statt bei der bekannten "Internationalen Ratzeburger Ruderregatta" zu starten, war lediglich das Ausfahren der begehrten U23 WM-Tickets möglich. Die Boote durften dabei nur nach Einladung des DRV gemeldet werden.

Für den KRV startete Adrian Mengedoht im Leichtgewichts-Männer-Einer. Nach anderthalb Jahren Wettkampfpause hieß es für den 20-jährgen Neuzugang, der im Herbst sein Maschinenbaustudium begonnen hat, sich wieder mit den besten Leichtgewichten Deutschlands zu messen. Am Samstag wurde in einem mit 14 Booten besetzten Feld die direkte WM-Qualifikation ausgefahren. Dementsprechend stark und schnell waren auch die Gegner. Bei schwierigen Bedingungen und Seitenwind reichte ein vierter Platz im Vorlauf, um sich für das große Finale zu qualifizieren. Im Finale konnte Adrian sich bei Gegenwind ruderisch verbessern und mit einem guten siebten Platz seine Leistung steigern. Am zweiten Wettkampftag wurde nur das Finale ausgefahren, da der DRV aus den schnellsten Einer-Ruderern einen Vierer gesetzt hatte. Mit wiedergewonnener Rennerfahrung und besseren Bedingungen verbesserte sich Adrian erneut und enteilte der Konkurrenz um zwei Bootslängen. So holte Adrian sich nicht nur eine Medaille aus Marzipan, sondern auch den Sieg in die Fächerstadt. Entsprechend zufrieden zeigte sich der Sportler: "Es war gut, sich nach anderthalb Jahren Wettkampfpause wieder der Konkurrenz zu stellen und Rennerfahrung zu sammeln." und Coach Adrian Elter ergänzt: "Die Regatta war ein wichtiger Zwischenschritt für den Saisonhöhepunkt, die Deutschen U23 Meisterschaften Ende Juni, die wir jetzt weiter konsequent vorbereiten werden."

Zeitgleich ging es für die A-Juniorinnen Clara Reiter und Ella Knispel mit Trainer Maximilian Pawlik im Schlepptau nach Hamburg (oder doch eher andersrum?). Auch hier ging es bei der 2. nationalen Rangliste um WM- und EM- Qualifikationen. Das selbstgesteckte Ziel der beiden war zunächst sich im A-Juniorinnen Zweier ohne im nationalen Vergleich zu behaupten.
Nach einem unglücklich gesetzten Vorlauf wurden die jungen Karlsruherinnen in die hinter Hälfte des Feldes verwiesen. Im darauffolgenden Zwischenlaufen setzen sich die beiden jedoch klar von den Plätzen 3 bis 5 ab und zogen somit in das Finale D ein.
Hierbei hielt das Boot in den schwarz-neongrünen Einteilern des RuderTeam Karlsruhe sich gut gegenüber der Konkurrenz, gerade durch starke erste 500 m. Das Zielsignal hieß schließlich Platz 24 der nationalen Rangliste. Mit diesem soliden Ergebnis, dass sie trotz ihres jungen Alters und mangelnder Rennerfahrung erzielen konnten, geht es für Clara und Ella nun mit der Bildung von Mittel- und Großbooten weiter, mit denen sie auf den Deutschen Juniorenmeisterschaften Ende Juni in Essen starten werden.

Text: Adrian Elter, Ella Knispel

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