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Regatta Sarnen
Nachdem die Pfingstregatta in Gießen wegen zu kleinen Meldefeldern ausfallen musste, entschloss sich die Rennmannschaft des KRV spontan, auf der internationalen Sarnersee Regatta in der Schweiz zu starten.
Die Regatta wurde mit Spannung erwartet, zumal 2000m Regatten während der Saison in der Rennmannschaft nur bei den Sportlern auf dem Plan stehen, die Meisterschaftsambitionen haben.
Entgegengefiebert wurde vor allem dem Vierer ohne, in dem jeweils zwei KRV Boote gegen die Amicitia Mannheim, einen potentiellen Gegner auf der Landesmeisterschaft und weitere Boote aus der Schweiz starteten.
Bei strömendem Regen kam die Mannschaft am Samstag den 06.06 also in Sarnen an. Auf der nach kurzer Zeit zur Schlammwüste verwandelten Wiese wurde Position bezogen.
Das erste Rennen war der Elite (Senior A) Frauen Einer, den nicht wie geplant die für diese Regatta ausfallende Vera Dohmen fuhr, sondern ihre Zweierpartnerin Julia Johannsmeier. In einem starken Feld, in dem sich auch eine deutsche Meisterin aus dem Mainzer Doppelvierer fand, erreichte sie den sechsten Platz, knapp von der Mainzerin Anette Meinecke geschlagen. Am Sonntag allerdings gelang es ihr, mit der 2000m Erfahrung vom Vortag, mit einem stärkeren Endspurt, sich vor der Mainzerin ins Ziel zu schieben.
Das darauf folgende Rennen mit KRV Beteiligung war bereits das erste Highlight: Im Elite Männer Zweier ohne starteten die Kombinationen Simon Frank (Arc Würzburg) / Niklas Reisser, Heiko Gulan / Peter Wenzel und Ulrich Geilmann / Max Detmer.
Lange herrschte ein Kampf zwischen den Booten Reisser / Frank und Gulan / Wenzel, den Reisser / Frank dann nach 1500m für sich entscheiden konnten, wobei die Boote in genannter Reihenfolge mit viel Abstand auf die folgenden Gegner im acht Boote Feld die ersten drei Plätze belegten. Ein als stark eingeschätztes Boot aus Mainz, mit international erfahrenen Sportlern besetzt, kenterte bereits nach dem Startspurt.
Am Sonntag startete nur das Boot Frank / Reisser und gewann mit zwei Längen Vorsprung vor Mainz und deutlich auf die darauf folgenden Boote.
Im Frauendoppelzweier konnte Julia Johannsmeier nicht wie geplant mit Vera Dohmen starten, sondern startete stattdessen mit der A-Juniorin Ester Hennig vom Heidelberger RK. Samstags konnten sie in einem Starken Rennen auf Platz drei fahren, sonntags reichte es leider nur zu Platz fünf.
Mit viel Spannung wurde, wie schon beschrieben, das Rennen der Männer Vierer ohne erwartet. Zwei KRV Boote starteten in einem Feld von sechs Booten gegen Mannheim, München/Friedrichshafen, Genf/Lausanne und den RC Baden.
Am Samstag starteten die Boote Simon Böhler / Sören Freisler / Niklas Reisser / Simon Frank und Jens Gurk / Heiko Gulan / Phillip Schäfers / Ulrich Geilmann. Nach einem langen Kampf gegeneinander und gegen das unerwartet starke Boot Genf/Lausanne war das Rennen zu Beginn des Endspurts entschieden: KRV Boot 2 siegte mit einer Länge vor Genf/Lausanne und KRV Boot 1. Die anderen Boote spielten nach dem Zwischenspurt an der 1000m Marke keine ernstzunehmende Rolle mehr und kamen mit mehreren längen Rückstand auf die ersten drei Boote ins Ziel.
Ähnlich sollte sich dies am Sonntag wiederholen: Boot1 mit Simon Böhler / Jens Gurk / Ulrich Geilmann / Max Detmer und Boot2 mit Sören Freisler (diesmal auf Steuerbord!) / Felix Kottmann / Heiko Gulan / Peter Wenzel traten gegen dieselben Gegner an. Das Boot Genf/Lausanne hatte innerhalb des Bootes noch einmal umbesetzt, mit der Hoffnung auf einen Sieg. Dies zeigte sich auf im Startspurt, in dem sich wie erwartet die beiden KRV Boote sowie Genf/Lausanne vorschoben und ein erbitterter Kampf herrschte. Französische Kommandos erschallten und das Genf Lausanne schob sich eine dreiviertel Länge vor die gleichauf liegenden KRV Boote. Wie von Trainer Ralf Thanhäuser angeordnet, konterten die KRV Mannschaften den Spurt zur Streckenhälfte mit einem 20 Schläge Spurt, in dem es dem zweiten KRV Boot gelang, sich eine dreiviertel Länge vor Genf/Lausanne zu schieben. Immer wieder versuchte dieses Boot, die Führung wieder zu erlangen, aber das KRV Boot2 schüchterte mit einem Spurt 500m vor dem Ziel das Boot Genf/Lausanne an, sodass das Rennen entschieden war. Stark von dem Rennen gezeichnet und mit nicht mehr ganz so schön fürs Auge wurde wurde der Sieg über die letzten 250m mit fünf Sekunden Abstand nach hause gefahren. Das KRV Boot1 errang mit weiteren 7 Sekunden Rückstand die Bronze Medaille.
Im Leichtgewichts Männer Einer versuchte sich Felix Kottmann auf der 2000m Strecke. Samstags führte er nach einem schnellen Startspurt das Feld bis zur Streckenhälfte an, wurde aber nach aufkommenden Wellen und Wind, der nach diesem Rennen zur kurzzeitigen Regattaunterbrechung führte, von einem Schweizer, der mit diesen Bedingungen besser zurecht kam auf Platz zwei verwiesen, was einen Platz im gut besetzten ersten Lauf am Sonntag bedeutete. Dort gelang es ihm wieder, sich nach dem Start mit einer Dreiergruppe abzusetzen. Nach starken dritten 500m aber verließ ihn die Kraft und der Druck von hinten wuchs an, was in dem 8 Boote Feld auf den letzen 300m, nach kurzzeitigem Verlassen der Bahn, den Verlust des Bronze Ranges und am Ende einen fünften Rang bedeutete.
Wegen guter Trainingsleistungen, entschieden sich die Jugendtrainer Peter Wenzel und Roland Golz noch dazu, einen Junior B Doppelzweier, besetzt mit Paul Berard und Milan Becker, auf die 1500m Strecke nachzumelden. Aufgrund der schweizerischen Richtlinien war ein Nachmelden samstags allerdings nicht möglich, was die beiden Junioren zum Training nutzten. Am Sonntag gingen sie guten Mutes an den Start und setzten sich im Startspurt deutlich ab. Nach 1000m geruderter Strecke mussten sie diesem hohen Anfangstempo allerdings Tribut zollen und so mussten sie sich zwei schweizerischen Booten, die im Endspurt noch einmal so richtig aufdrehten, geschlagen geben, was in einem acht Boote starkem Feld einen dritten Rang in ihrer Abteilung bedeutete.
Nach den Ergebnissen der Zweier und Vierer der Männer, fieberten alle dem leider nur mit drei Booten bestückten Achterrennen entgegen. Am Samstag wurde ein deutlicher Sieg erreicht vor den Vereinsbooten des Mainzer Rudervereins und des RC Baden. Am Sonntag waren die Mainzer darauf aus, das Rennen zu gewinnen und absolvierten tagsüber darauf noch eine Trainingseinheit. Allerdings schaffte es die gut eingefahrene KRV Mannschaft, den Erfolg zu wiederholen, während das Mainzer Boot diesmal sogar vom RC Baden geschlagen wurde.
Das bedeutete, dass es auch auf der 2000m Strecke dem KRV gelang, im Männer Riemenbereich mit Siegen in jedem Rennen zu dominieren. Die Regatta wurde von allen Teilnehmern als gut geheißen, was die Mannschaft dazu bewegt, mit der Regatta Greifensee am 20/21.6 auf einer weiteren Schweizer 2000m Regatta zu starten, um finale Bootsbesetzungen, diesmal auch im Frauenbereich, verstärkt durch Imke Ludwig und Karin Groth, für die deutsche Hochschulmeisterschaft zu testen.
Felix Kottmann
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