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Vielstarter Wiking fährt nur einen Sieg ein
Saisonabschluss Nikolausvierer in Mainz
Die Mannschaft des Karlsruher Ruderverein Wiking v. 1879 e.V. hat bei sechs Starts auf der Mainzer Nikolausregatta am 5. Dezember 2009 nur einen Sieg eingefahren: In der Klasse der Masters-Frauen, Altersklasse B, siegten Therese Hintemann, Ulrike Schwarz und Sibylle Roller zusammen mit Christina Ergang von der Bonner RG und Petra Schadock vom Mühlheimer RV.
Die traditionell am ersten Samstag in Dezember stattfindende Regatta über 4 Kilometer wird im Einzelzeitfahren-Modus mit fliegendem Start ausgetragen. Auf einem Nebenarm des Rheins gilt es, die Wettkampfstrecke inklusive einer Wende und anschließendem Rudern in einer leichten Gegenströmung zu bewältigen. Ausgeschrieben ist der sog. „Nikolausvierer“ für Gig-Doppelvierer und Gig-Vierer für praktisch alle Altersklassen beider Geschlechter, außerdem für einige Mixed-Bootsklassen.
Dieses Jahr sorgte die benachbarte großindustrielle Nescafé-Rösterei für einen stetigen Malzgestank über den Regattaplatz des ansonsten naturgelegenen Bootshauses der ausrichtenden Mainzer Rudergesellschaft. Die Siegerehrung nahm der Nikolaus persönlich vor und ließ es sich nicht nehmen, Teile seiner Laudatio um launige Reime zu bereichern.
Grund zu feiern gab es neben dem Sieg der Obengenannten darüber, dass mit Ingrid Sackmann und Tom Werner zwei Ruderer ihr Regattadebüt gaben (den Karlsruher Herbstsprint ausgenommen). Beide brachten zum Ausdruck, dass dies nicht ihre letzte Regattateilnahme gewesen sei.
Außerdem gingen auch Sibylle Möll, Anne Kohler, Tatjana Supper, Christian Fechler, Holger Depner und Hannes Blank in weiteren Klassen an den Start, kamen aber über zweite und dritte Plätze nicht hinaus. Zwei- und Dreifachstarts der Ruderer waren beim KRV Wiking an der Tagesordnung, so dass das allerletzte Boot des Tages ebenfalls ein Wiking-Doppelvierer war: Ein höchst ungeduldiger Starter schickte die Karlsruher auf die Strecke. Direkt nach Passieren von Wende und Ziel wurden diese abgebaut, noch bevor die Athleten wieder Normalpuls hatten.
KRV-Wanderfahrten-Obmann Christian Fechler hatte sich um eine gute Transportmöglichkeit nach Mainz gekümmert, Langstrecken-Obmann Holger Depner warf ein Auge auf Boots- und Anhängertechnik. Die Tätigkeiten rund um einen Regattabesuch führten ein letztes Mal in diesem Jahr vor Augen, dass ohne ein ehrenamtliches Engagement erfahrener Vereinsmitglieder kein Start möglich gewesen wäre.
Aus sportlicher Sicht beschrieb Holger Depner die Ergebnisse und Zeiten des Mixed-Bootes der Masters-Altersklassen A und C als gut, Masters-Männer-B und Masters-Mixed-B hätten aber enttäuscht und wären unter Wert gefahren. Die siegreiche Renngemeinschaft mit Therese Hintemann und Sibylle Roller sowie Ulrike Schwarz am Steuer wären eine starke Zeit gefahren und hätten zu Recht gewonnen. Er schloss sein Regattafazit mit den Worten: „Wir haben uns teuer verkauft, waren ein starkes KRV Team in guter Stimmung, wenngleich nicht so erfolgreich wie letztes Jahr“.
Hannes Blank
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