Herbstcup Kettwig

Am 17. und 18. Oktober 2009 fand der 19. Kettwiger Herbst-Cup statt. Die von der Kettwiger Rudergesellschaft und vom Kettwiger Regattaverein ausgerichtete Veranstaltung wird von vielen Ruderern aus ganz Deutschland als Saison-Abschluss geschätzt. So konnten sich auch dieses Jahr Sportler in einem breiten Teilnehmerfeld, von Junioren bis zu Weltmeisterschaftsmedaillengewinnern, in verschiedenen Alters- und Leistungsklassen messen. Auf der Ruhr galt es in Achtern oder Vierern durch den Vergleich über vier Distanzen die Gesamtwertung zu gewinnen. Der Karlsruher Ruderverein Wiking trat mit einem Männer-Achter und einem Mixed-Doppelvierer in Renngemeinschaft mit dem ARC Würzburg an.

Beim Regatta-Auftakt am Samstag Vormittag, über 2500m gegen die Zeit, gelang dem Karlsruher Mixed-Vierer mit Vera Dohmen, Julia Johannsmeier, Niklas Reisser und Simon Frank (Würzburg) mit einem Vorsprung von über 11 Sekunden zum zweiplatzierten Boot vom Cannstatter RC ein deutlicher Sieg. Der von Roland Golz gesteuerte Achter mit Ulrich Geilmann, Max Detmer, Christian Baumann, Jens Gurk, Torsten Beck, Christoph Karst, Simon Böhler und Philipp Schäfers konnte sich mit einer Sekunde Rückstand hinter der Renngemeinschaft aus Rüdersdorf/Berlin auf dem zweiten Rang platzieren. Der Achter aus Cannstatt musste sich mit dem dritten Platz zufrieden geben.

Im Direktvergleich am Samstagnachmittag über 750 Meter konnte sich der Mixed-Vierer abermals souverän durchsetzen. Im Achterrennen über 750 Meter konnte der KRV mit einem entschlossenen Start nach 300 Metern eine halbe Bootslänge herausfahren, büßte diesen Vorsprung auf der zweiten Streckenhälfte jedoch wieder ein und wurde hinter Cannstatt und vor einer Renngemeinschaft aus Hannover und Braunschweig Zweiter. Für den Zwischenstand in der Gesamtwertung bedeutete dies die deutliche Führung der Karlsruher beim Mixed-Vierer und Punktegleichheit zwischen Cannstatt und Karlsruhe in der Männer-Achter-Wertung.

Nach einer kurzen Nacht ging es am Sonntagmorgen dann auf die zweite Langstrecke. Die 4000 Meter konnten beide Karlsruher Boote für sich entscheiden und lagen somit vor dem letzten Rennen auf dem ersten Platz in der Gesamtwertung.

Dieser Vorsprung musste am Nachmittag dann im Sprint über 250 m – wieder im Direktvergleich - verteidigt werden. Erwartungsgemäß konnte der Mixed-Vierer zur Streckenhälfte bereits deutlich vorfahren. Dann unterlief Schlagfrau Vera Dohmen bei der sehr hohen Schlagfrequenz ein technischer Fehler, der zum Verlust ihres Backbord-Skulls führte. Die Mannschaft konnte das Boot aber dennoch ins Ziel retten, büßte allerdings zwei Plätze ein. Wegen des dicken Zeitpolsters aus den Vorrennen reichte es trotz Pechs in diesem letzten Rennen dennoch zum Gesamtsieg. Im letzten Rennen des Tages konnte der Karlsruher Achter den 250m-Sprint für sich entscheiden und sich damit ebenfalls den Gesamtsieg sichern.

Torsten Beck



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