Götaälvrodden

Am vergangenen Wochenende reiste ein Teil der Rennmannschaft des KRV ins schwedische Göteborg, um am traditionellen Götaälvrodden teilzunehmen. Das Rennen, welches über 20 km ausgetragen wurde, fand auf der Göta Älv, dem größten Fluss Schwedens statt, die Ziellinie befand sich mitten in der Stadt. Als Bootsklasse war der Elite-Achter der Männer geplant, mit Konkurrenz aus Schweden und aus Norwegen. Leider stellte sich am Donnerstag heraus, das bei dem ansonsten einen guten Eindruck machenden Leihboot das Steuer festgerostet war. Deshalb wurde der gesamte Freitag damit verbracht, dass Boot zu reparieren, leider Erfolglos. Da kein Ersatzboot zur Verfügung stand, sah es am Freitagabend danach aus, als müsste man gezwungenermaßen in zwei Gig-Vierern starten.

Am nächsten morgen erklärte sich jedoch eine überaus nette Breitensportmannschaft bereit, die Boote zu tauschen und es ohne Steuer zu versuchen. So konnten wir dann schliesslich doch im Achter an den Start gehen.

Für Ruderer die an den Rheinhafen gewöhnt sind, schienen die Bedingungen äußerst schlecht, aber den Schweden nach waren die Bedingungen durchaus normal. Der Gegenwind, der auch gegen den Strom wehte, sorgte für kurze aber hohe Wellen. Das Rennen begann mit einem Massenstart, der von der lokalen Mannschaft des Mölndal Roddklubb gewonnen wurde. Diese hatten sich taktisch klug ganz aussen positioniert und konnten sich Schlag für Schlag nach vorne schieben, während das restliche Feld mit den Wellen zu kämpfen hatte. An der ersten entscheidenden Stelle, einer engen Brücke nach 2,5 km, lag das Karlsruher Boot an zweiter Stelle, dicht gefolgt von einem Boot aus Norwegen. Auf dem Mittelteil der Strecke konnte sich das Karlsruher Boot leicht von den Norwegern absetzten, doch auch das Boot aus Mölndal gewann deutlich an Vorsprung.

Auf den letzten drei Kilometern wurde es nochmal spannend, Wind und Wellen nahmen auf dem breiteren Teilstück noch einmal deutlich zu, und die Karlsruher konnten Länge für Länge auf das schwedische Boot aufholen. Im Ziel reichte es dann leider knapp nicht, ganze 8 Sekunden Vorsprung blieben dem Mölndaler Achter noch, und für die Karlsruher die Erkenntnis, dass auch ein 20 Kilometer langes Rennen auf den ersten 500 Metern entschieden werden kann.



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