Karlsruher Studenten gewinnen Gold und Bronze bei der Europameisterschaft.

Auch in diesem Jahr nahm die Wettkampfgemeinschaft Karlsruhe an den Europäischen Hochschulmeisterschaften im Rudern teil, die vom 2. bis 5. September im polnischen Kruszwica stattfanden. Die Karlsruher Studenten von Uni, FH und PH gingen im Frauen-Doppelzweier, Männer-Zweier und Männer-Achter an den Start. Für diesem Wettkampf hatte man sich Ende Juli auf den deutschen Hochschulmeisterschaften qualifiziert. Bei starkem Wind errang die 12-köpfige Karlsruher Delegation eine Gold- und eine Bronze-Medallie, sowie einen 5. Rang.

Julia Johannsmeier und Vera Dohmen starteten im Frauen-Doppelzweier. Im Vorlauf am Donnerstag kamen die beiden mit der sehr welligen Strecke nicht optimal zurecht und konnten sich mit einem zweiten Platz nicht direkt für das Finale der besten sechs Boote qualifizieren. Dieser Finaleinzug musste im Hoffnungslauf erreicht werden, was den Karlsruherinnen mit einem sicheren zweiten Platz auch souverän gelang. Im Finale am Samstag setzten sich die Boote aus Spanien und Polen direkt am Start vom Feld ab. Dahinter hielt sich das Karlsruher Boot zunächst taktisch klug auf dem vierten Platz, immer in direkter Schlagweite zum drittplatzierten Boot auf der Nebenbahn. Auf dem dritten Teilstück der 2000 Meter-Strecke fielen sie dann auf den fünften Platz zurück, kämpften sich aber mit einem starken Endspurt wieder heran. In einem sehr engen Zieleinlauf reichte es leider nicht mehr zu einer besseren Platzierung als einem undankbaren fünften Platz, nur 1,5 Sekunden hinter den Medallienrängen.



Einen Doppelstart machten Niklas Reisser und Heiko Gulan, die neben dem Männer-Achter auch den Zweier ohne Steuermann fuhren. In dieser Bootsklasse hatten fünf Boote gemeldet, so dass am Donnerstag lediglich ein Bahnverteilungsrennen absolviert werden musste. Als Titelverteidiger in das Rennen gestartet, konnten die Beiden mit einem klaren Sieg ihre Goldambitionen unterstreichen. Im Finale setzte sich das Karlsruher Boot gleich nach dem Start an die Spitze des Feldes. Über die gesamten 2000 Meter kontrollierten sie die Gegner und fuhren einer ungefährdeten Goldmedallie entgegen.

Im Männer-Achter hatten zwölf Boote gemeldet. Neben allen Medalliengewinnern aus dem Vorjahr, als die Karlsruher Viete wurden, war auch der Sieger der Jahre 2005 bis 2007 aus Prag am Start. Im Vorlauf am Donnerstag fuhr das Karlsruher Boot nur verhalten los, so dass sich die Boote aus Bydgoszcz und Belfast absetzten konnten. Karlsruhe wurde dritter und musste somit in den Hoffnungslauf. Für den angestrebten Finaleinzug musste hier mindestens Platz zwei errudert werden. Aus den Fehlern im Vorlauf hatte die Crew gelernt und ging das Rennen deutlich aggressiver an, setzte sich an die Spitze des Feldes und hielt das Tempo hoch. Die stark eingeschätzen Boote aus Tschechien und Polen konnten zwar folgen, den Karlsruher Achter aber bis ins Ziel nicht mehr in Bedrängnis bringen.



Die favorisierten Boote im Finale kamen beide aus Bydgoszcz, dem polnischen Olympiastützpunkt. Alle Boote gingen das Rennen sehr schnell an. Nach 500 Metern lag der Karlsruher Achter an vierter Position. Mit zwei Zwischenspurts konnte sich die Crew von Steuerfrau Ulrike Schwarz auf den dritten Rang vorarbeiten und diesen im Endspurt verteidigen. Gold ging an die Ruderer von der Handelshochschule Bydgoszcz vor der Universität Bydgoszcz. Philipp Schäfers, Simon Böhler, Sören Freisler, Martin Biesgen, Peter Wenzel, Heiko Gulan, Niklas Reisser, Ulrich Geilmann sowie Steuerfrau Ulrike Schwarz haben mit der Bronzemedallie vor Prag, Belfast und Zagreb ihre eingenen Erwartungen deutlich übertroffen.

Die Trainer Paul Schmidt und Ralf Thannhäuser konnten selbst zwar nicht mit nach Polen reisen, wurden aber vom mitgereisten Betreuer Jens Gurk ständig auf dem Laufenden gehalten und freuten sich riesig über das hervorragende Abschneiden der Karlsruher Mannschaft.

Ulrich Geilmann




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