LVK 2008 – alle guten Dinge sind Drei…

Der Bericht vom Ländervergleichskampf am 04/05.Oktober 2008

Eins, zwei, drei Jahre im Sauseschritt – und schon stand der Ländervergleichskampf 2008 vor uns. Nach der recht erfolgreichen Austragung im Jahr 2005 wurde dem Wiking angetragen den LVK 2008 auszurichten, das LVK Team nahm die Herausforderung an.

So geschehen anno 2007 begannen die Vorbereitungen im Oktober des selbigen Jahres. Zur Erinnerung, der Ländervergleichskampf ist eine Regatta für Kinder und Jugendliche bis maximal 16 Jahren zwischen den Bundesländern Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und seit 2008 Rheinland-Pfalz sowie dem Saarland.

Was war anders zu 2005? Das Team aus 2005 Frank Wischniewski, Klaus Wachsmuth, Dieter König und Steffen Hort wurde durch Holger Depner und Uli Job komplettiert. Ein Jahr vor dem Wettbewerb begannen wir mit den „Trockenübungen“, also den Vorbereitungen. Wir fanden erstmalig drei Sponsoren, die uns eine Auslobung von Sachpreisen ermöglichten. Es wurde der LVK Flyer gestaltet und verteilt, zwei PR Berichte im der Presse wurden geschaltet und die technische Ausrüstung, insbesondere die Startpontons waren bereits Monate vorher fertig gestellt und erprobt.

In den letzten 6 Wochen begann der Countdown, der in dem Meldeschluss 10 Tage vor Beginn mündet und in einem bald 4 tätigem Aufbau endet. Unterstützt durch viele Helfer bestehend aus langjährigen und neuen Mitgliedern, Eltern sowie der Trainingsmannschaft wurde die Strecke und das Bootshaus bestens hergerichtet. Dank an dieser Stelle nach Mannheim, die uns Ihre Regatta Ausrüstung zur Verfügung gestellt haben.

Die Veranstaltung war zwar bereichert durch zwei weitere Bundesländer, jedoch konnten die Teilnehmerzahlen nur unmerklich gesteigert werden. Es nahmen rund 370 Aktive von rund 35 Vereinen teil. Denn Bayern veranstaltete zeitgleich in Landshut eine Regatta und war auch nicht zu einer Terminverlegung zu bewegen. Schade, denn wir hätten gerne mehr Ruderer aus Bayern bei uns begrüßt.

Die Aktiven wurden durch das Catering Team mit Mahlzeiten von der Dorfmetzgerei Harald Wenz versorgt, das Frühstück wurde selber eingekauft und gerichtet. Die Grillmeistergang versorgte zudem die Gäste mit Grillgut und ca. 120 Kilo (!) Pommes und die Kuchentheke ließ dank der zahlreichen Kuchenspenden keinen Wunsch offen. Fleißige Mädchenhände lieferten frische Waffeln aus eigenem Waffelteig. An dieser Stelle muss ohnehin angemerkt werden, dass sich viele Kinder und Jugendliche ganz aktiv eingebracht haben. Wer da noch mal über die „Jugend von heute“ meckert…

Oben im Ergoraum war die IT Abteilung, also das Regattabüro eingezogen. Mit W-Lan und Hotspot wurden die An- und Abmeldungen sowie Rennergebnisse zwischen Ziel und Regattabüro übertragen. Profis mit High tech am Werk!

Am Samstag wurden bis Abends reguläre Rennen in allen Alters- und Gewichtsklassen ausgetragen. Aufgrund der zahlreichen Kleinbootrennen mit häufig mehreren Abteilungen wurde pünktlich alle 4-5 Minuten ein Rennen gestartet. Unser Regattasprecher Edgar Heim verstand es auch dieses Jahr die vielen Abteilungen spannend und mitreißend zu begleiten, so dass zu keiner Zeit Langeweile aufkam und der Regattatag für Aktive und Zuschauer im Flug verging. Und das am Steg übliche Chaos blieb dank der souveränen Stegeinweiser aus.

Der Regattatag endete mit der Siegerehrung, die wir auf den Abend gelegt haben. So kam jeder Aktive auf die ihm zustehende Ehrung und natürlich zu seiner Medaille. Über unsere Sponsoren konnten wir ein Paar Skulls an den Verein mit den meisten Erfolgen und Teilnehmers ausloben. Übernachtet wurde in der Rheinstrandhalle, die wir angemietet haben. Der Sonntag bestand aus zwei sportlichen Veranstaltungen. Morgens fand zunächst der so genannte Zusatzbewerb statt. Dieser stellt eine Mischung aus Geschicklichkeits- und Wissenswettbewerb statt. Unter fachkundiger Leitung mussten die Teilnehmer an verschiedenen Station ihr Können unter Beweis stellen und es wurden Punkte vergeben. Auch wenn dieser Wettbewerb im Morgengrauen bei schattigen 8 ° C stattfand, war der Wettbewerb erneut ein voller Erfolg und wurde mit viel Humor und sportlicher Fairness ausgetragen. Die einfallsreichen Damen und Herren haben hier ganze und vor allem phantasievolle Arbeit geleistet.

Um 11 Uhr wurde der eigentliche Ländervergleichskampf gestartet. Die Teilnehmer werden hierzu am Samstagabend von den Ruderjugenden und Vereinen nominiert. Die Sonntagsrennen werden vornehmlich in Großbooten ausgetragen, so dass die Regattakulisse von Vierern und Achtern geprägt war und Edgar Heim seine Mühe hatte die Anfeuerungen der Steuerleute zu übertönen. Und daher war es für alle Teilnehmer und Zuschauer ein sportlicher Hochgenuss diese Großbootrennen zu verfolgen, nicht selten waren alle fünf Startbahnen belegt. Am frühen Nachmittag waren diese Rennen abgeschlossen und es wurden die siegreichen Mannschaften auf dem Bootsplatz geehrt. Wie auch am Vortag war der Bootsplatz eine Augenweite. Die Mannschaften im jeweiligen Landestrikot mit Ihren Landesfahnen, dicht gedrängt auf unserem Bootsplatz.

Letztendlich konnte die Ruderjugend Baden-Württemberg die Länderwertung recht deutlich für sich entscheiden und den Pokal verteidigen. Gegen 16 Uhr war die Regatta beendet, die letzten Pommes verkauft und der Abbau begann. Bereits am Sonntagabend waren durch zahlreiche tatkräftige Hände fast alle Boote in den Hallen und das Becken stand wieder der Schifffahrt zur Verfügung. Am Montagabend war nahezu alles ordnungsgemäß verräumt.

Sportlich und organisatorisch gesehen war die Veranstaltung wieder ein großer Erfolg. Das wurde uns erfreulicherweise von den Schiedsrichtern bestätigt, aber auch viele Lobe wurden von den Teilnehmer ausgesprochen. Das Lob geben wir aber auch gerne an unser Gäste zurück, alles höfliche und angenehme Jugendliche und Betreuer!

Dass die teilnehmenden Vereine sich bei uns wohlgefühlt haben ist natürlich auch auf das berühmte „Drumherum“ zurück zu führen. Gelobt wurde das Catering mit seinen vielen freundlichen und flexiblen Helfern. Wie ein Proficateringunternehmen haben unsere Damen und Herren die Gäste nach allen Regeln bewirtet und beköstigt, kein Wunsch blieb offen. Im Vorfeld und während der Regatta waren wir bei Änderungen und Wünschen bezüglich der Rennen flexibel und informierten die Teilnehmer im Vorfeld ausgiebig.

Sicher hat es auch dieses Mal „Probleme“ gegeben. Ob dies nun die Beschallung oder der Helferplan war, es waren zumeist unkritische Vorgänge, die es aber natürlich das nächste Mal zu verbessern gilt. Bei kritischer Betrachtung stellen wir jedoch auch fest, dass wir dieses Mal an unsere Grenzen gestoßen sind. Der Zeitaufwand war immens für das LVK Team, viele Mitglieder haben Ihre Gerätschaften, Infrastruktur und Materialien zur Verfügung gestellt, sehr viele Helfer Ihre Zeit, mehr geht eigentlich nicht mehr. Auch vor dem Hintergrund, dass sich manchmal viele Arbeit auf wenig Schultern verteilt.

Daher ganz herzlichen Dank an alle, die mitgewirkt haben. Dank gilt natürlich auch dem Hafenamt, die Anliegerfirmen, der Bundesbahn, den Schiedsrichtern und der Stadt, die uns durch unbürokratische Hilfe kompetent unterstützt haben.

Dem LVK Team hat auch dieses Wochenende wieder viel Spaß und Freude bereitet, es harmonierte vom Beginn bis zum Ende.

Von Steffen Hort - Für das LVK Team.


<-- Zurück