Gießener Pfingstregatta

Am vergangenen Wochenende fand in Gießen über drei Tage die traditionelle Pfingstregatta mit Karlsruher Beteiligung statt. Auf der Regattastrecke, die nur drei Bahnen hat, gab es zahlreiche Kinder-, Junioren- und Seniorenrennen über 1500, 1000 und 350 Meter. Höhepunkt des Samstags, an dem es auf die 1000 Meter-Strecke ging, war der Levermann-Preis im Männer-Achter. Der Achter des KRV Wiking, verstärkt durch zwei Ruderer aus Limburg, konnte sich nach einem Vorlaufsieg auch im Finale an die Spitze setzen und den Wanderpokal vor einer Renngemeinschaft aus Essen und Gießen und einem Boot aus Hannover sichern. Am nächsten Tag zeigten zunächst die Junioren des KRV eine starke Vorstellung: Max Ehrfeld und Milan Becker (beide Jg. 93) konnten sich deutlich absetzen und gewannen ihr Rennen im Doppelzweier mit 13 Sekunden Vorsprung. Die Senioren Felix Kottmann und Johannes Burkardt (beide Jg. 89) taten es ihnen gleich und erruderten sich im leichten Doppelzweier sogar 20 Sekunden Vorsprung.

Auch die Karlsruher Frauen zeigten sich in Bestform und gewannen sowohl im Doppelvierer als auch im Doppelzweier (Vera Dohmen, Julia Johannsmeier). Einen weiteren deutlichen Sieg gab es im Kinder-Doppelzweier (Leopold Ingenohl, Maximilian Mayer). Anschließend standen die Einer-Rennen auf dem Programm. Mit überzeugenden Vorstellungen holte der KRV insgesamt vier Einersiege: Leopold Ingenohl (Kinder-Einer U12), Ulrich Geilmann (Senior-B), Vera Dohmen (Senior-B) und Max Ehrfeld (Junior-B) konnten jeweils am Siegersteg festmachen. Naturgemäß knapper wurde es auf der 350 Meter-Strecke, für den Männer-Achter ging es beim Sprintcup um 600 Euro. Nach einem knappen Vorlaufsieg konnte sich das Karlsruher Boot auch diesen Sieg mit einem hauchdünnen Vorsprung sichern. Am Pfingstmontag startete ein Teil des Achters über 1500 Meter im Männer-Vierer. Als einziger Gegner lag Mainz am Start, aber die knappen Ergebnisse der vorherigen Regatten versprachen ein spannendes Rennen. Und so kam es dann auch: das Karlsruher Boot setzte sich nach dem Start mit etwa einer Länge in Führung, doch die Mainzer konnten während des Rennens immer näher herankommen. Zum Schluss konnten die Ruderer des KRV aber eine knappe halbe Länge ins Ziel retten.

Das absolute Highlight der Regatta wurde der abschließende Großherzogsachter. Die Stimmung war aufgeheizt, da das Achterrennen am Vortag aufgrund einer fehlerhaften Ummeldung beim Gießener Boot von der Wettkampfleitung nicht gestartet werden konnte. In diesem Rennen wurde der Achter nur mit Ruderern des KRV besetzt, für einen Erkrankten stieg kurzerhand der Trainer Dr. Paul Schmidt mit ins Boot. In dem von Beginn an packenden Rennen entschied schließlich das Zielfoto, dass Karlsruhe knapp vor der Renngemeinschaft aus Gießen, Essen und Frankfurt lag. Insgesamt zeigen die Erfolge, dass man sich in die richtige Richtung bewegt und wecken Vorfreude auf die bevorstehenden Meisterschaften.


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