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Deutsche Meisterschaften U23 (Eichkranz) in Köln
Vom 12. bis zum 14. Juni fanden auf dem Fühlinger See in Köln die
deutschen Meisterschaften der unter 23-jährigen im Rudern, das
sogenannte Eichkranzrennen, statt. Der Karlsruher RV Wiking schickte
zwei Boote ins Rennen: Den Männer-Zweier ohne Steuermann mit Niklas
Reisser und Peter Wenzel sowie Ulrich Geilmann im
Leichtgewichts-Männereiner.
Am Donnerstag fanden die Vorläufe statt. Um sich den Hoffnungslauf zu
ersparen hätten beide Boote ihren Vorlauf gewinnen müssen. Dies gelang
weder dem Zweier mit einem zweiten Platz noch dem Einer mit einem
dritten Platz, so dass es am Freitag in die Hoffnungsläufe ging.
Hier musste der Zweier mindestens einen Gegner hinter sich lassen um
das Finale zu erreichen. In einem guten Rennen mit einem besonders
starken Mittelstück zeigten die beiden Studenten ihre
Medallienambitionen und gewannen den Hoffnungslauf.
Aufgrund der hohen Meldezahl im Einer – 21 Boote waren am Start – galt
es für Ulrich Geilmann sich mit mindestens einem zweiten Platz für das
Halbfinale zu qualifizieren. Durch einen starken Startspurt konnte er
sich zusammen mit dem Ruderer aus Limburg vom Feld absetzen und den
Rest der 2000m-Strecke die übrigen Boote kontrollieren und
qualifizierte sich souverän für das bereits 3 Stunden später
stattfindende Halbfinale. In diesem musste nun der 3. Platz erreicht
werden um das A-Finale der besten sechs Boote zu erreichen. Von
vornherein war klar, dass dies eine sehr schwere Aufgabe wird.
Nach etwas verhaltenen ersten 1000 Metern lag Ulrich Geilmann auf dem
5. Platz, konnte sich aber auf der zweiten Streckenhälfte auf den 4.
Platz vorarbeiten. Der erhoffte Finalplatz war allerdings nicht zu
erreichen.
Peter Wenzel und Niklas Reisser hatten am Samstag ihr Finale im
Zweier. Gegen die Boote aus Hamburg, Stuttgart/Breisach, Heidelberg,
Lübeck und Leipzig/Dresden war die Devise das gute Rennen vom Vortag
zu wiederholen und eine Medallie einzufahren. Nach der Startphase
lagen die beiden Karlsruher im Mittelfeld. Die Kaderathleten aus
Lübeck waren bereits früh dem Feld deutlich enteilt und wurden ihrer
Favoritenrolle vollends gerecht. Dahinter ging es um die weiteren
Medallienränge eng zu. Zur Streckenhälfte lagen Reisser/Wenzel hinter
den Ruderern aus Heidelberg auf Rang 3. Gemäß Renntaktik fuhr das Duo
an dieser Stelle einen starken Zwischenspurt mit dem sie sich an dem
Boot des BaWü-Meisters vorbei auf den Silberrang schieben konnten. Im
weiteren Rennverlauf konnten die beiden diese Position weiter festigen
und bis ins Ziel etwa 5 Sekunden Vorsprung auf die drittplatzierten
Heidelberger erarbeiten und mit etwa gleichem Abstand zum Sieger aus
Lübeck die Silbermedallie gewinnen.
Im Einer ging es für Ulrich Geilmann im B-Finale um die Platze 7 bis
12. Der Sieg in diesem Rennen war das ausgesprochene Ziel. Nach 500
Metern lag er dafür taktisch klug auf dem dritten Rang. Auf dem
folgenden Rennabschnitt konnte sich der Ruderer aus Witten allerdings
etwas vom Feld absetzen, Ulrich Geilmann überquerte auch die 1000
Meter Marke als dritter, nur knapp hinter dem zweitplatzierten aus
Celle. Auf der zweiten Streckenhälfte verschärfte der 22-jährige
Student das Tempo und konnte sich dadurch auf den zweiten Rang
verbessern und den Abstand zum führenden Boot verringern, aber der
gesamte Vorsprung konnte nicht aufgeholt werden, sodass Ulrich
Geilmann am Ende als Zweiter die Ziellinie überquerte.
Der mitgereiste Trainer Paul Schmidt zog eine sehr positive Bilanz aus
der Meisterschaft. Besonders die unerwartete Silbermedallie des
Zweiers gab ihm Grund zum Jubeln, aber auch mit dem 8. Gesamtplatz im
Einer war er aufgrund des großen und stark besetzten Feldes
hochzufrieden.
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