Baden-Württembergische Landesmeisterschaften

Am vergangenen Wochenende fanden auf dem gestauten Rhein in Breisach die Baden-Württembergischen Landesmeisterschaften im Rudern statt. Die Regatta begann am Freitag mit den Rennen für „Jugend trainiert für Olympia“, bei denen Boote von verschiedenen Schulen gegeneinander antraten. Das Bismarck-Gymnasium erreichte in zwei Booten Medaillenränge. Zuerst ruderte der Jungen-Doppelvierer mit Steuermann der Jahrgänge 94 bis 96 auf einen guten dritten Platz. Auch der Jungen-Achter der Jahrgänge 91 bis 93 des Bismarck konnte hinter Booten aus Heidelberg und Marbach das Podest erreichen. Am Samstag und Sonntag ging es dann für die Rennmannschaft des Karlsruher RV Wiking um Medaillen und Meistertitel. Den Auftakt machte der Frauen-Doppelvierer um Schlagfrau Vera Dohmen. In einem Rennen, das erst auf der Ziellinie entschieden wurde, erkämpften sie sich die Silbermedaille hinter Ulm. Im Finale des Männer-Vierers ohne Steuermann waren gleich zwei Boote des KRV am Start. Zur Streckenhälfte lag das erste Karlsruher Boot etwa gleichauf mit Cannstatt, dicht gefolgt vom zweiten Karlsruher Boot und Tübingen. Böiger Seitenwind erschwerte den Schlagleuten das Steuern und so drängte sich das Feld auf die Steuerbordseite der Strecke, nur Cannstatt konnte sich auf der Außenbahn ohne Probleme an die Spitze setzen. Schließlich kam es zu einer Kollision zwischen den restlichen Booten und zum Rennabbruch. Leider wurde hiernach das weiter vorne liegende Karlsruher Boot als angeblicher Verursacher disqualifiziert. In einem tollen Wiederholungsrennen gelang es dann aber dem zweiten Karlsruher Boot die Führung zu übernehmen, die auch knapp bis ins Ziel hielt. Der Junioren-Bereich des KRV ist in den letzten Monaten gewachsen, und so wurde nach langer Zeit wieder ein Junioren-Achter zum Landesentscheid eingeladen. Die junge Mannschaft konnte mit dem starken Feld noch nicht ganz mithalten, aber die Anzahl der Jugendlichen weckt Vorfreude auf die nächste Saison.

Am Sonntag standen zuerst die Kleinboote auf dem Programm. Im Männer-Zweier mussten Peter Wenzel und Niklas Reisser nach einem Bootschaden in einem Ersatzboot an den Start gehen. Trotzdem erreichten sie durch einen Vorlaufsieg souverän das Finale. Auch dieses Rennen gestaltete sich sehr spannend, vor dem Endspurt lagen vier Boote gleichauf. Das Zielfoto entschied schließlich, das der Karlsruher Zweier mit nur drei Hundertsteln Rückstand die Silbermedaille erhielt. Das letzte Rennen der Regatta war der Männer-Achter. Nach dem großen Erfolg auf den Deutschen Hochschulmeisterschaften war die Verteidigung des Meistertitels das angestrebte Ziel. Auch hier war der KRV mit gleich zwei Booten im Finale vertreten. Bei stärker werdendem Gegenwind konnte der erste Achter des KRV vom Start an mit etwa einer halben Länge in Führung gehen. Zum Beginn des Endspurts kam Marbach noch einmal heran, aber die Karlsruher ließen sich die Führung nicht mehr nehmen und durften sich zum dritten Mal in Folge auf dem Rhein-Neckar-Donau-Wanderpreis verewigen. Der zweite Achter wurde fünfter. Nach dieser Regatta werden sich der Achter und drei weitere Boote im Rheinhafen nun intensiv auf die Hochschuleuropameisterschaft vorbereiten, die Ende August in Zagreb stattfindet.


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